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Microsoft schuldet laut IRS 29 Milliarden Dollar an Steuernachzahlungen

Microsoft könnte der US-Regierung unglaubliche 29 Milliarden Dollar (27,26 Milliarden Euro) schulden, wenn die IRS ihren Forderungen nachkommt. Am Dienstag gab der Software-Riese bekannt, dass er nach einer IRS-Prüfung 28,9 Milliarden Dollar (27,17 Milliarden Euro) an Steuernachzahlungen leisten muss. Die Bundesbehörde hat die Finanzen von Microsoft für den Zeitraum zwischen 2003 und 2014 untersucht und festgestellt, dass das Unternehmen diesen beeindruckenden Betrag zuzüglich Strafen und Zinsen schuldet.

Der Hauptstreitpunkt liegt in der Art und Weise, wie Microsoft in diesem Zeitraum Gewinne zwischen Ländern und Rechtsordnungen aufgeteilt hat. Microsoft gab an, dass es aufgrund der Kostenbeteiligung seiner Tochtergesellschaften an der Entwicklung bestimmter geistiger Eigentumsrechte unter den IRS-Kostenbeteiligungsregelungen auch Anspruch auf die damit verbundenen Gewinne hatte. Dies deutet darauf hin, dass Microsoft seine US-Gewinne über ein Jahrzehnt hinweg unterbewertet hat, was die IRS zum Handeln veranlasst hat.

Microsoft

Für Microsoft gibt es jedoch auch gute Nachrichten. Die Feststellung der IRS ist noch nicht endgültig. Das Unternehmen plant, das Steuerproblem zunächst über das „Verwaltungsberufungsbüro“ der Behörde und, falls erforderlich, über gerichtliche Verfahren anzufechten. Der Berufungsprozess könnte auch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, was Microsoft ermöglicht, kurzfristig finanzielle Einbußen zu vermeiden. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die endgültige Steuerrechnung aufgrund des im Jahr 2018 verabschiedeten „Tax Cuts and Jobs Act“ um bis zu 10 Milliarden Dollar reduziert werden könnte.

In einem Blog-Post betonte Microsoft: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir gemäß den IRS-Regeln und -Vorschriften gehandelt haben und dass unsere Position durch die Rechtsprechung gestützt wird.“ Sollte das Unternehmen jedoch zur Zahlung gezwungen werden, könnte Microsoft dies wahrscheinlich in einem Jahr tun. Im Jahr 2022 erzielte das Unternehmen einen jährlichen Betriebsertrag von 83 Milliarden Dollar.

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